Schüleraustausch Krakau 2015

Deutsch-polnischer Jugendaustausch 28.06.-04.07. 2015

 

Im Juni 2015 war es wieder so weit: Unsere Partnerorganisation aus Krakau besuchte uns zum 5. Mal seit 2006, genauso wie wir umgekehrt in den dazwischenliegenden Jahren Krakau mit unseren Schülern besucht hatten.

Sonntag, 28.06.15

Am Sonntag trafen unsere polnischen Gäste in der Hersbrucker Schweiz zu einem erlebnispädagogischen Aufenthalt mit ihrem Bus ein. Frau Sekita und Herr Weger begrüßten die Gäste herzlich und fuhren gemeinsam mit ihnen nach Eschenbach in den Landgasthof „Grüner Schwan“, den wir als Standort für unsere Aktivitäten gewählt hatten. Die Zimmer wurden bezogen, die erste Mahlzeit eingenommen und noch ein kleiner Abendspaziergang durch den wunderschön gelegenen Ort an der Kreuzung des Pegnitztals mit dem Hirschbachtal unternommen. Dann ging es nach der langen Fahrt aus Polen für die meisten schon ins Bett, während die Erwachsenen noch die Planungen für die nächsten Tage durchgingen.

Montag, 29.06.15

Am Montag stießen unsere deutschen Schüler aus Nürnberg dazu. Bei einem ersten Kennenlern-Frühstück stellten wir uns alle vor und begrüßten uns. Gleich darauf brachen wir zu unserer ersten Unternehmung auf, um die Gegend zu erkunden. Wir wanderten zum direkt am Ort angrenzenden Naturschutzgebiet „Wengleinpark“ und stiegen auf bis zur „Charlottenruhe“. Bei Sonnenschein und blauem Himmel wurden wir mit einem herrlichen Blick über das Pegnitztal belohnt. Nach dieser Anstrengung ging es zurück in den „Grünen Schwan“ zum Mittagessen, und den Nachmittag verbrachten wir bei heißem Wetter und einem wohlverdienten Eis im Thermalbad Hersbruck. Den Tag ließen wir gemeinsam im Biergarten unseres Landgasthofes ausklingen.

Dienstag, 30.06.15

krakau03Einer der Höhepunkte unserer Aktivitäten war zweifellos die Fahrt mit einem chinesischen Drachenboot auf dem Happurger Stausee. Zwanzig Ruderer hörten auf das Kommando der großen Trommel und mussten sich als Team bewähren, um auch schwierige Manöver zu fahren. Die Kommandos hallten dabei auf Deutsch, Polnisch und Englisch zum Takt der Trommel über den See: „Ready? Action, go!“ und zwanzig Ruder tauchten ein und ließen das Boot über den tiefgrünen See fliegen. Als Belohnung gab es anschließend auf den „Seeterassen“ direkt am Ufer eine Spezialität: Nürnberger Bratwürste mit Kraut und einen großen Schluck zum Trinken, den wir uns alle redlich verdient hatten. Jeder hatte Badesachen dabei und so verbrachten wir den restlichen Nachmittag entspannt am See.

Bei diesen Aktivitäten wuchs die Gruppe aus deutschen und polnischen Schülern über alle Sprachbarrieren hinweg immer mehr zusammen.

krakau02Die gute Bewirtung im „Grünen Schwan“ tat ihr Übriges und den Abend verbrachte man dann gemeinsam auf dem Sportplatz nebenan beim Fußball, Federball oder einfach beim „Chillen“.

Mittwoch, 01.07.15

Nach einem ausgiebigen Frühstück teilten wir uns in zwei Gruppen. Nachdem uns der Fahrradverleih im Stich gelassen hatte, wanderte die eine Gruppe zur Burg Lichtenstein, von der aus man den mittelalterlichen Handelsweg von Nürnberg nach Prag und weiter nach Krakau weit unten im Tal überblicken konnte, so wie das auch die Raubritter in früheren Tagen gemacht hatten. Weil sich das die Nürnberger nicht gefallen lassen wollten, wurde die Burg im Mittelalter niedergebrannt. Dann ging es weiter über einen Bergrücken zurück nach Eschenbach. Auf einer Rast im schönen schattigen Garten des Hotels Lindenhof wurden unsere polnischen Schüler von einem Kellner überrascht, der aus Danzig stammte und sie in ihrer Heimatsprache bediente. Die zweite Gruppe begab sich mit modernen Navigationsmitteln beim Geocaching auf Schatzsuche und schreckte dabei auch vor einer Bachbegehung nicht zurück. Wieder zurück gab es für alle als Belohnung erst einmal ein Eis.

Am Nachmittag wurden dann die Koffer gepackt und es ging nach Nürnberg, schließlich wollten wir unseren polnischen Gästen auch unsere Heimatstadt vorstellen. Nachdem das Hotel, zentral am Hauptbahnhof gelegen, bezogen war, gab es einen ersten Spaziergang durch die Altstadt.

Donnerstag, 02.07.15

Den Donnerstag verbrachten unsere polnischen Gäste mit uns gemeinsam in der Berufsschulstufe und lernten dabei unsere Schule kennen. Gemeinsam ging es in den Werk- und Kochunterricht, gemeinsam wurden die Pausen verbracht und zu Mittag gegessen, was die Kochgruppe zubereitet hatte. Danach gab es eine kurze Führung durch die Elektro- und die Kunstabteilung der Pegnitzwerkstätten.

Am Nachmittag gab es dann sowohl in polnischer als auch in deutscher Sprache eine offizielle Stadtführung durch die Nürnberger Altstadt und zu ihren Sehenswürdigkeiten, bei der auch die deutschen Schüler noch dazulernen konnten. Bei der großen Hitze hatten sich dann alle das Abendessen in einer Pizzeria an der Pegnitz in der Nähe des Hauptmarkts redlich verdient.

Freitag, 03.07.15

Um 10.00 Uhr trafen sich alle wieder am Erfahrungsfeld der Sinne an der Wöhrder Wiese. Zunächst konnten sich die Jugendlichen das Erfahrungsfeld in Kleingruppen ansehen und nach Interesse verschiedene Stationen aufsuchen: Es ging auf der Seilbrücke über die Pegnitz zu den Summsteinen, einem Zerrspiegel und einen Bienenstock, den man von innen ansehen konnte. Man konnte ein Zelt mit optischen Täuschungen aufsuchen oder in das „verrückte Haus“ gehen, um den Gleichgewichtssinn zu erproben, Bälle im Wasserstrahl tanzen lassen, an der Duftstation den Geruchssinn prüfen und noch Einiges mehr.

Alle waren sehr interessiert und probierten vieles aus. Gegen 11.00 Uhr besuchten wir dann den Klangraum. Die Jugendlichen lernten verschiedene Musikinstrumente aus anderen Ländern kennen und durften sie ausprobieren. Dann ging es darum, Geräusche zu erkennen, z.B. Meeresrauschen. Zum Abschluss gab es dann ein gemeinsames Musizieren mit Klanginstrumenten.

Danach ging es in ein Nürnberger Traditionslokal, dem Bratwurst Röslein, zum gemeinsamen Mittagessen.

krakau10Am Abend hieß es dann Abschiednehmen bei einem Abendessen in der Kulturbrauerei „Lederer Biergarten“. Bei Nürnberger Spezialitäten gab es die eine oder andere kleine Rede von beiden Seiten, Geschenke wurden ausgetauscht und letzte Bilder gemacht. Die Zeit war bei vielen gemeinsamen Unternehmungen viel zu schnell vergangen. Alles freute sich und bestätigte, dass es wieder einmal eine gelungene Begegnung war, bei der unsere langjährige deutsch-polnische Partnerschaft weiter gefestigt werden konnte und von der vor allem unsere Schüler profitieren. Unsere polnischen Gäste sprachen schon die Einladung an uns im nächsten Jahr in Krakau aus, auf die wir uns schon heute alle freuen.

[G. Weger]

 

 

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