Lernwerkstatt

Modulare Lern- und Arbeitswerkstatt der Berufsschulstufe Nürnberg

1. Einleitung

Die Berufsschulstufe des Förderzentrums mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung wird von einer sehr heterogenen Schülerschaft besucht. In den Klassen sollen Schülerinnen und Schüler mit schweren Mehrfachbehinderungen gleichermaßen auf das Berufsleben vorbereitet werden wie Schülerinnen und Schüler im Übergangsbereich zur Lernbehinderung. Während für die erste Gruppe eine Förderung im Hinblick auf eine “Werkstattfähigkeit” (Begriff der Werkstätten für behinderte Menschen) angestrebt wird, sollen die leistungsstarken Jugendlichen auf  eine Tätigkeit in Beschäftigungsgesellschaften oder Betrieben der freien Wirtschaft vorbereitet werden.

Der große Teil der Schülerschaft wird später eine Tätigkeit in einer WfbM aufnehmen und soll die Arbeitsformen und Arbeiten der Werkstätten kennen lernen. Aus diesen Gründen ist auch im arbeitsvorbereitenden Unterricht eine individuelle Förderung notwendig, die durch materialgeleitetes Lernen ermöglicht bzw. verbessert werden soll.

(Anmerkung: Die Klassenstärke beträgt zur Zeit zwischen 10 bis 12 Sch., auch im Fachunterricht unterrichtet häufig nur noch eine Lehrkraft, die  -vorausgesetzt es liegen keine Krankheitsfälle vor-  von einem Praktikanten (bzw. FSJ oder BFD) oder einer Pflegekraft unterstützt wird!!!)

 

2. Ziele

 

2.1 Grobziele

Die Schülerinnen und Schüler sollen auf das Berufsleben vorbereitet werden.

    • die  Schülerinnen und Schüler sollen Module, die für die erfolgreiche Durchführung von Werkstattarbeiten Voraussetzung sind, trainieren
    • die Schülerinnen und Schüler sollen einfache Werkstattarbeiten trainieren
    • die Wahrnehmung und Motorik soll trainiert werden

 

Besonders notwendig ist die Vorbereitung auf die Arbeiten in der WfbM für Schülerinnen und Schüler, die schwerbehindert oder schwermehrfachbehindert sind. Diese Gruppe wird häufig von den Werkstätten als nicht “werkstattfähig” beurteilt und deshalb nicht aufgenommen. Diesem Zustand soll durch intensives Üben entgegengewirkt werden.

  • die Schülerinnen und Schüler sollen mit den Arbeitsformen und Arbeitsverfahren Einzelarbeit, Partnerarbeit und Teamarbeit, Serienarbeit und Fließarbeit vertraut werden
  • die Schülerinnen und Schüler sollen an das problemlösende Denken herangeführt werden.

2.2 Feinziele / vergleiche Beschreibung der Materialien

 

3. Bezug zum Lehrplan der  Berufsschulstufe

Die Berufsschulstufe bildet eine Brücke zwischen Schule und Berufswelt. Sie hat die Aufgabe, auf das Arbeitsleben vorzubereiten. Die Materialien der Lern- und Arbeitswerkstatt trainieren Arbeitsabläufe aus den Bereichen der Holztechnik, Metalltechnik, Kunststofftechnik, Papiertechnik, Elektromontage und  Verpackungsmontage sowie aus dem Arbeitsfeld Verwaltung- und Lager. Viele dieser Module sind Voraussetzung für die erfolgreiche Arbeit in der Werkstatt für behinderte Menschen und bei Tätigkeiten in der Fertigung sowie im Lager in Betrieben der freien Wirtschaft.

Zudem sollen Arbeitsverfahren wie Serienfertigung, Fließfertigung, Einzelarbeit, Partnerarbeit und Gruppenarbeit trainiert werden.

(vgl. Lernbereich Arbeit und Beruf /LP für die Berufsschulstufe Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung)

 

4. Ordnungssystem

Die Arbeitsmaterialien werden an einem für alle zugänglichen Ort gelagert. Auch das Einräumen und Wiederfinden der Materialien ist bereits ein Lernziel. Die Schülerinnen und Schüler erledigen das Einräumen, Heraussuchen und Aufräumen der jeweiligen Materialien ihren Fähigkeiten entsprechend mit Anleitung oder selbstständig und trainieren damit eine Tätigkeit, die bei einfachen Lagerarbeiten anfällt. Jedes Material ist mit dem Lagerplatz beschriftet. Auch das Ausleihen der Materialien – das Ein- und Austragen in eine Liste im Lagerraum sowie im Computer –  sollte von den Schülerinnen und Schülern erledigt werden.

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